BewerbungsgesprächDie 12 häufigsten Fragen bei einem Vorstellungsgespräch

1. Was sind die wichtigsten Stationen in Ihrem Lebenslauf?

Nennen Sie hierbei die Stationen, die nützlich für die Position sind, für die Sie sich beworben haben. Aber auch Veränderungen sollten Sie herausstreichen, denn hierbei sehen der Personaler und der Chef, dass Sie Entwicklungen auch begründen können.

2. Seien Sie darauf gefasst, dass Sie auch nach Lücken in Ihrer Biografie gefragt werden.

Bei Krankheiten sollten Sie abwägen: Psychische Krankheiten haben – verglichen zu körperlichen – immer noch einen, wenn auch unbegründeten, schlechten Beigeschmack. Grotesk, da mittlerweile jeder Dritte Erwachsene an einer psychischen Erkrankung leidet. Deswegen gilt: Sie brauchen nichts über Ihre Krankheit erzählen. Allerdings müssen Sie unaufgefordert über Ihre Krankheiten berichten, wenn sie Sie in Ihrem Arbeitsleben einschränken und Sie beispielsweise gegen Ihre Rückenbeschwerden ein spezielles Stehpult benötigen.

3. Warum bewerben Sie sich bei unserem Unternehmen bzw. auf diese Stelle?

Hier sollten Sie Parallelen zu Ihrem Profil herstellen und herausstreichen, auf was Sie besonders Wert legen bei Unternehmen und Positionen. Erwähnen Sie auch, wo und unter welchen Umständen Sie gerne arbeiten.

4. Was sind Ihre Stärken?

Diese Frage wird oft und gerne gestellt. Nennen Sie bei den Stärken wirkliche Stärken von Ihnen, wie beispielsweise eigenverantwortliches Arbeiten, Organisations- oder Führungsstärke. Aber auch Hard Skills sind wichtig, die Sie durch Studium oder Weiterqualifikation erworben haben.

5. Was sind Ihre Schwächen?

Bei dieser Frage sollten Sie vorsichtig sein. Hier sollten Sie Schwächen nennen, die man auch als Stärken auslegen kann oder bei denen Sie sich entwickelt haben. Beispielsweise: „Ich habe meine eigene Ordnung auf meinem Schreibtisch. Für Außenstehende mag es zunächst wüst aussehen, aber in sich steckt eine Ordnung. Abends räume ich dann immer auf“. Oder: „Ich bin manchmal zu perfektionistisch. Habe aber mittlerweile gelernt, ein wenig davon abzurücken.“

6. Wie würde ein Freund Sie beschreiben?

Hier können Sie einige Kompetenzen von sich nennen, die Sie eventuell noch nicht erwähnt haben, wie „Ich kann gut zu hören und Ratschläge geben“, oder: „Wenn Not am Mann ist, bin ich immer zur Stelle.“

7. Warum sollten wir Sie einstellen?

Bei dieser Frage sollten Sie mit Ihrem Können punkten, das auch in der Stellenbeschreibung gefragt ist. Auch hier ist es wichtig, Parallelen herauszuarbeiten.

8. Nennen Sie eins Ihrer größten Erfolge im bisherigen Berufsleben.

Dies ist eine sehr dankbare Frage. Erzählen Sie ruhig mit viel Freude über einen Ihrer Berufserfolge. Personaler und Chef sollen ruhig merken, dass Sie mit viel Eifer bei der Arbeit sind.

9. Was war Ihr größter Mißerfolg?

Nennen Sie eine Situation, bei der Sie das Beste gegeben haben, der Erfolg aber nicht von Ihnen abhängig war, sondern die Umstände Ihnen einen Streich gespielt haben, d.h. Sie keine Schuld traf, dass das Arbeitsergebnis nicht erfolgreich war.

10. Wie gehen Sie mit Kritik um?

Sagen Sie einfach, dass Sie abwägen würden. Sei die Kritik konstruktiv, nehmen Sie sie gerne an. Wenn dies nicht der Fall sei, nehmen Sie diese auf keinen Fall persönlich.

11. Wie gehen Sie mit Konflikten um?

Hier ist es wichtig, Ihre Souveränität herauszustreichen und zu zeigen, dass Sie sich mit Konflikten auseinandersetzen. Sagen Sie beispielsweise, dass Sie Konflikte ansprechen und gemeinsam mit Chef oder Kollegen nach konstruktiven Lösungen suchen.

12. Was macht für Sie ein guter Chef aus?

Vermeiden Sie bei dieser Frage Beispiele über Vorgesetzte, ob positiv oder negativ, aus der Vergangenheit. Sagen Sie, dass Sie eine offene Gesprächskultur schätzen, sich Führungsstärke wünschen und die Chemie stimmen muss.

Über den Autor Carolin Fischer

Carolin Fischer ist Betreiberin des Fachportals Karriere-now sowie als selbstständige Journalistin und  PR-Redakteurin der Agentur Carolin Fischer Text & PR tätig. Zuvor hat sie im PR-Bereich der Versicherungskammer Bayern und als Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung gearbeitet.

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