Gegenfragen stellenWelche Fragen Bewerber stellen können

1. Mit wem arbeite ich zusammen?

Stellen Sie die Frage, mit wem Sie im Team zusammenarbeiten und lassen Sie sich gerne am Ende des Gespräches Ihren Arbeitsplatz zeigen, damit Sie einen Eindruck von Ihren Kollegen haben.

2. Wie hoch ist das Gehalt?

Wenn es nicht zur Sprache kam, sollten Sie bereits beim ersten Gespräch nach der Höhe Ihres Gehaltes fragen. Oft müssen Kandidaten dann Ihr Wunschgehalt angeben, damit der Arbeitgeber eine bestimmte Vorstellung hat. Meist notiert sich der Arbeitgeber in spe den Betrag. Verhandeln tut er oft dann später. Oder er entscheidet sich für einen anderen Kandidaten, wenn ihm die Summe zu hoch ist.

3. Ab wann kann ich bei Ihnen anfangen?

Viele Firmen wollen die ausgeschriebene Stelle sofort besetzen. Wenn dies für Sie möglich ist, um so besser für alle Beteiligten. Dennoch: Möchte eine Firma Sie unbedingt haben, wartet Sie auch gerne noch ein paar Wochen.

4. Warum ist die Stelle vakant?

Hierbei erfahren Sie wichtige Details. Wenn als Antwort kommt, dass bereits mehrere diesen Posten inne hatten, können Sie davon ausgehen, dass die Stelle ein Schleudersitz ist. Oft werden Stellen neu geschaffen, dann heißt es Pionierarbeit verrichten, ausdauernd und oft auch sehr eigenverantwortlich zu arbeiten. Klopfen Sie die Details vorher ab.

5. Wie sieht die Einarbeitungsphase aus und was für Aufgaben erwarten mich die ersten Wochen?

Hierbei können Sie sich einen Überblick verschaffen, was Sie leisten müssen und wie hoch die Anforderungen sind. Sie können dann entscheiden, ob der Job eine neue Herausforderung für Sie darstellt oder ob Sie sich schnell überfordert fühlen.

6. Gibt es Projekte, die abteilunsgübergreifend sind?

Mit solchen gezielten Fragen erfahren Sie mehr über ihr zukünftiges Arbeitsfeld und den Arbeitsprozess in der Firma.

7. Plant das Unternehmen zu expandieren und weitere, neue Mitarbeiter einzustellen?

Hier können Sie gleich prüfen, wie die finanzielle Situation des Unternehmens aussieht und ob Sie hier Zukunftschancen haben.

8. Wie sieht es mit Weiterbildungsmöglichkeiten aus?

Mit dieser Frage können Sie gleich feststellen, wieviel für Mitarbeiter getan und wieviel für Sie investiert wird. Außerdem zeigen Sie gleich Ihr Interesse an Weiterbildung.

9. Was haben Sie für eine Unternehmenskultur?

Mit der Beantwortung dieser Frage sehen Sie gleich, auf was Wert gelegt wird in dem Unternehmen. Werden beispielsweise viele Feste gefeiert oder finden oft After-Work-Partys statt, wissen Sie, dass hier der Teamgeist und das Miteinander gefördert wird. Sind Ihnen solche Events eher unangenehm, muss Ihnen klar sein, dass Sie bei dem einen oder anderen Event teilnehmen sollten, weil dies zur Unternehmenskultur gehört.

10. Haben Sie noch viele Bewerber und wie lange dauert der Entscheidungsprozess?

Hier können Sie erfahren, wie groß Ihre Konkurrenz ist und wie lange Sie sich gedulden müssen. Machen Sie deutlich, dass Sie auf alle Fälle auf eine Antwort des Unternehmens warten. Auch wenn diese negativ ist – Sie möchten es wissen, um Klarheit zu haben.

Fragen nach Urlaub, bezahlte Überstunden und Gleitzeit sollten Sie nicht unbedingt im ersten Gespräch erfragen. Solche, die Sie mit einem Blick auf die Webseite beantwortet bekommen, sollten Sie vorher zu Hause geklärt haben. Auch die Frage, ob der Job stressig ist, ist ein No-Go. Bleiben Sie souverän, zeigen Sie Interesse und Neugierde und holen Sie sich möglichst viele Informationen über ihren zukünftigen Job und das Unternehmen.

Über den Autor Carolin Fischer

Carolin Fischer ist Betreiberin des Fachportals Karriere-now sowie als selbstständige Journalistin und  PR-Redakteurin der Agentur Carolin Fischer Text & PR tätig. Zuvor hat sie im PR-Bereich der Versicherungskammer Bayern und als Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung gearbeitet.

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