KritikerWie Sie am besten mit Ihrer kritischen Stimme umgehen

Der asiatische Meister schaut seinem Schüler ins Gesicht und fragt: „Wer ist Dein größter Feind?“ Der Schüler überlegt lange und geht Kollegen- und Bekanntenkreis durch. Schließlich zuckt er mit den Schultern und sagt: „Ich weiß nicht.“ „Du selbst!“ sagt daraufhin der Meister. Und der Schüler muss ihm schließlich Recht geben. Kennen Sie das, den inneren Kritiker? Wir geben Ihnen 8 Tipps, wie Sie am besten mit dieser kritischen Stimme umgehen.

1. Seien Sie sanft zu sich selbst

Da ist sie, die kritische Stimme, die Sie als Versager und Nichtsnutz tituliert, obwohl Sie bereits heute einiges geleistet haben. Stellen Sie sich die wichtige Frage: „Würden Sie diese Kritik an einem Freund oder Bekannten so formulieren, wie Sie mit sich selbst ins Gericht gehen?“ Die Antwort ist „Nein!“ Und somit relativiert sich der Kritiker.

2. Gehen Sie keinen gesellschaftlichen Normen auf den Leim

Unsere Gesellschaft ist streng mit uns: Sie diktiert uns, immer zu funktionieren, immer aktiv, erfolgreich und kommunikativ zu sein. Wenn wir uns mal ausruhen oder mundfaul sind, kommt bei vielen gleich der innere Kritiker. Überlegen Sie sich, ob das, was kritisiert wird, nicht nur eine gesellschaftliche Norm ist, der Sie momentan halt nicht gerecht werden. Lassen Sie einfach mal die Seele baumeln, ohne irgendwelchen Normen hinterher zu laufen.

3. Machen Sie einen Realitätscheck

Oft kommt in uns eine kritische Stimme, gerade im Berufsleben, doch die anderen in der Umgebung sehen das weniger kritischer. Reden Sie mit Ihren Kollegen und Sie sehen, Ihr Kritiker hatte unrecht.

4. Sprechen Sie mit Ihrer inneren Stimme

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Kritiker auf und fragen Sie ihn, was er Ihnen sagen möchte? Sie können sicher sein, dass die Stimme Ihnen etwas mitteilt, das Ihnen weiterhelfen kann.

5. Wählen Sie ein Maskottchen aus

Besorgen Sie sich eine Figur und jedes Mal, wenn der Kritiker auftaucht, holen Sie diese hervor und laden Sie alle Bedenken an der Figur aus. Sie merken, Sie fühlen sich schnell erleichtert und der Kritiker entspannt sich.

6. Schaffen Sie Vertrautes

Wenn Sie an einem neuen Ort oder Umgebung sind und sich unwohl fühlen und die kritische Stimme taucht in Ihnen auf, nehmen Sie von zu Hause beipielsweise einen Kugelschreiber mit der Aufschrift einer Ortes oder Firma, wo Sie sich wohl gefühlt haben. Immer, wenn Sie diesen zur Hand nehmen, entspannen Sie sich deutlich.

7. Begrüßen Sie Ihren Kritiker

Jedesmal, wenn ihre kritische Stimme auftaucht, sagen Sie „Hallo, Dich kenne ich bereits“ zu ihr. Irgendwann langweilt es Sie, wenn sie auftauchen sollte und es wird Schrittchenweise weniger.

8. Setzen Sie positive Akzente

Nörgelt die Stimme, dass Sie beispielsweise ein Projekt in der Arbeit nie schaffen werden, setzen Sie dagegen: „Aller Anfang ist schwer.“ Oder: „Wo gehobelt wird, da fallen Spähne.“ Und somit geht Ihnen die Arbeit leichter von der Hand.

Über den Autor Carolin Fischer

Carolin Fischer ist Betreiberin des Fachportals Karriere-now sowie als selbstständige Journalistin und  PR-Redakteurin der Agentur Carolin Fischer Text & PR tätig. Zuvor hat sie im PR-Bereich der Versicherungskammer Bayern und als Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung gearbeitet.

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